Einleitung
Bei der Auswahl von Rollen‑Papiertütenmaschinen durch Papiertüten‑Produktionsbetriebe treten häufig Probleme auf: eine unpassende Griffkonstruktion der Maschine für die tatsächlichen Aufträge, eine Inkompatibilität mit dem Flächengewicht des Papiers sowie Tütenabmessungen, die den Bearbeitungsbereich des Geräts überschreiten. Dieser Artikel beschreibt einen standardisierten Entscheidungsablauf, der Fertigungsbetrieben hilft, geeignete Modelle anhand der Tütenverarbeitungstechnik, der Auftragslage und der Werkstattbedingungen auszuwählen.
Schritt 1: Quantifizierung der grundlegenden Produktionsanforderungen
In der frühen Phase der Geräteauswahl müssen betriebliche Kennwerte in Eingabeparameter für die Rollen‑Papiertütenmaschine umgewandelt werden.
Statistik der Produktverfahren: Erfassen der herzustellenden Papiertütentypen, Aufzeichnung von Länge, Breite und Bodenmaß der Tüten sowie des Papier‑Flächengewichts. Einteilung in Tüten mit Rundseilgriff, Tüten mit Flachseilgriff, D‑Schnitt‑Grifftüten, bodenquadratische Tüten ohne Griff und spitze Tüten (V‑Boden). Prüfen, ob ein Inline‑Druckverfahren erforderlich ist.
Statistik der Betriebsparameter: Ermittlung der üblichen Schnittlänge, Tütenbreite und Bodenbreite aus den Aufträgen, Erfassung der Auftragschargen und der Häufigkeit von Auftragswechseln.Kapazitätsberechnung
Theoretische Stundenkapazität = Anzahl der pro Minute gefertigten Tüten × 60. Anhand des monatlichen Gesamtauftragsvolumens wird der erforderliche Geschwindigkeitsbereich der Maschine berechnet.
Statistik der Werkstattbedingungen: Erfassung von Länge, Breite und Höhe der Produktionshalle, Stromversorgung und Druckluftversorgung; Vorhalten von ausreichend Platz für Wartung und Demontage der Anlage. Festlegen der Spezifikationen der Rohpapierrollen: maximaler Rollendurchmesser, Innendurchmesser des Rollenkerns, Beurteilung, ob eine optionale Druckeinheit benötigt wird.Schritt 2: Technische Klassifizierung nach Maschinenaufbau
‑ Baureihe RKHF‑T Automatische Rundseil‑Papiertütenmaschine: Ausgestattet mit einer Mechanik für gedrehte Rundseilgriffe; geeignet für Einkaufstüten mit Rundseilgriff, lieferbar in Ausführungen 220T/330T; kompatibel mit Papier von 60‑160 g/m², konzipiert für Aufträge mit Rundseilgriffen.
‑ Baureihe RKHF‑F Automatische Flachseil‑Papiertütenmaschine: Ausgerüstet mit einer Verarbeitungseinheit für Flachseilgriffe; produziert Einkaufstüten mit Flachseilgriff, verfügbar in den Varianten 330F/460F/550F; geeignet für Papier von 80‑160 g/m², ideal für Geschenk‑ und Supermarkteinkaufstüten.‑ Baureihe RKFD‑P D‑Schnitt‑Papiertütenmaschine: Erzeugt Tüten mit D‑förmigem Griffausschnitt ohne Seilgriff; Modelle 220P/330P/460P/550P, kompakter Aufbau, hauptsächlich für einfache Lebensmittel‑Tragetüten eingesetzt.‑ Baureihe RKFD Rollen‑Quadratboden‑Papiertütenmaschine: Modell für grifflose quadratische Bodentüten, lieferbar in Ein‑ und Zweirollen‑Version; zur Herstellung von Brottüten und Lebensmittelverpackungen mit quadratischem Boden; einige Modelle unterstützen eine optionale 1‑4‑farbige Inline‑Druckeinheit.‑ Baureihe RKJD Rollen‑Spitzboden‑(V‑Boden)‑Papiertütenmaschine: Spezialisiert auf spitze Bodentüten mit einer Produktionsgeschwindigkeit von 50‑600 Stück/min; ausgelegt für dünnes Papier, vor allem für Backwaren‑Spitzbodentüten, optional mit nachrüstbarem Inline‑Druckmodul.‑ Inline‑Druck‑Kombimaschine für Papiertüten: Auf Basis der Grundmaschine für Quadrat‑ oder Spitzboden mit integrierter Druckeinheit, wählbar mit 1‑4 Druckfarben, ermöglicht die kombinierte Druck‑ und Tütenherstellung in einem Arbeitsgang und reduziert den Transport von Halbfertigprodukten.Schritt 3: Abgleich und Prüfung der Schlüsselparameter
Tütenmaßprüfung: Die tatsächliche Schnittlänge, Tütenbreite und Bodenbreite der Aufträge müssen innerhalb des zulässigen Bearbeitungsbereichs der Maschine liegen.
Prüfung des Griffverfahrens: Für Aufträge mit Rundseilgriff Baureihe T wählen; für Flachseilgriffe Baureihe F; für D‑Schnitt‑Tüten Baureihe P; für grifflose quadratische Backwarentüten Baureihe RKFD; für spitze Backwarentüten Baureihe RKJD.Materialprüfung: Überprüfung des vom Gerät abgedeckten Papier‑Flächengewichtsbereichs, das täglich verarbeitete Papier muss im kompatiblen Bereich liegen; Kontrolle des maximalen Rohrollendurchmessers und des Kerndurchmessers.Prüfung der Druckoption: Bei druckbedürftigen Aufträgen beurteilen, ob ein Modell mit Inline‑Druckeinheit erforderlich ist, und die unterstützte Farbanzahl bestätigen.Standortprüfung: Druckluftanforderungen und Gesamtanschlussleistung mit der Halleninfrastruktur abgleichen; die Außenmaße der Maschine prüfen, damit ausreichend Platz für Aufstellung, Verkehr und Wartung zur Verfügung steht.Schritt 4: Auswahl nach Auftragsstruktur und Produktionsumgebung
Bedingter Abgleich:
‑ Überwiegen Aufträge mit Einkaufstüten mit Rundseilgriff → Vorzug der Rollen‑Papiertütenmaschine der Baureihe RKHF‑T;
‑ Hauptproduktion von Geschenk‑ und Supermarkt‑Einkaufstüten mit Flachseilgriff → Vorzug der Flachseilmodelle der Baureihe RKHF‑F;
‑ Hauptsächliche Fertigung einfacher Lebensmitteltragetüten mit D‑Schnitt → Vorzug der D‑Schnitt‑Modelle der Baureihe RKFD‑P;‑ Überwiegend grifflose Lebensmittel‑ und Brottüten mit quadratischem Boden, kombiniertem Druck‑ und Tütenherstellungsprozess → Vorzug der Quadratboden‑Baureihe RKFD mit Druckoption;‑ Hohes Produktionsvolumen an V‑förmigen Spitzboden‑Backwarentüten bei hohenGeschwindigkeitsanforderungen → Vorzug der Rollen‑Papiertütenmaschine der Baureihe RKJD;
‑ Breites Tüten‑Spektrum mit häufigen Typwechseln → Vorzug einer Maschine mit großem Arbeitsbereich, um mehrere Größenaufträge abzudecken.
Schnellprüfung vor der endgültigen Auswahl